Aktivitäten

Gentiana Primary School Nairobi, Kenia

Die Gentiana Primary School ist eine kleine, private Primarschule im ausufernden Slum von Kawangware in Kenias Hauptstadt Nairobi. Sie steht ausschliesslich Kindern der Ärmsten offen. Die 275 Schülerinnen und Schüler werden von 13 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Angegliedert an die Schule sind der Pflegekinderdienst, das Stipendienprogramm, der Beratungsdienst für Kinder- und Jugendliche und seit Januar 2006 die Lehrlingsausbildung. Seit dem 9. Juli 2006 haben die bisher gemieteten engen und dunklen Blechhütten ausgedient: In der Nähe der heutigen Schule ist ein neues Schulhaus gebaut worden, bescheiden, zweckmässig und kinderfreundlich. Wohl ist der Brunnen für die Wasserversorgung gegraben und in Bohrloch auf 120 m abgetieft, aber die für die Pumpe notwendige Elektrizitätsversorgung durch die Stadt lässt noch auf sich warten. Der Name der Schule weist auf den starken Bezug zur Schweiz hin: Gentiana ist der lateinische Name des Bergenzians, einer ausgesprochen zähen und leuchtenden Pflanze in den Schweizer Alpen. Sie ist ein Symbol für die kleine Schule in Kawangware

Die Gentiana Primary School hat sich zu einer der besten Schulen im Dagoretti-Distrikt entwickelt. Das Leitmotiv der Schule ist kurz, aber von besonderer Tragweite: Die armen Kinder aus dem prekären sozialen Umfeld Kawangwares brauchen eine ganz besondere Förderung. Nur Schulstoffvermitteln reicht hier nicht aus. Der Not gehorchend versucht die GPS seit Jahren eine Antwort auf die besonderen Lebensumstände der Kinder zu geben und ihnen zu helfen. Neben dem Abgeben von Porridge während des Vormittags hat die GPS drei Spezialdienste eingerichtet.

Der Pflegekinderdienst:

Offiziell sind in der Schule 60 Aidswaisen und Aids-verwandte Problemfälle registriert. Viele dieser Aidswaisen sind bei Verwandten oder Bekannten sehr schlecht untergebracht oder haben überhaupt kein festes zu Hause. In dieser Situation geht die GPS neue, in Kenia bisher nicht bekannte Wege: Mit Blick auf die traditionell starke Rolle der Familie sucht die GPS gute Pflegeeltern für die vernachlässigten Kinder. Gleichzeitig unterstützt die GPS arme Familien, die verwandte Aidswaisen zwar gut aufgenommen haben, die aber die zusätzlichen Kosten kaum bewältigen können.

Das Stipendienprogramm:

Es zeigt sich, dass die Aidswaisen ungleich härter arbeiten und bei den Abschlussprüfungen in der 8. Kasse meistens sehr gut abschneiden. Um Ihnen sowie einigen ausgesuchten Sozialfällen den Besuch einer Sekundarschule zu ermöglichen, sucht die GPS Sponsoren, die sich bereit erklären, diesen Kindern die 4 Jahre dauernde Sekundarschule zu bezahlen.

Die Beratung in Notfällen:

Viele unserer Kinder haben schwere Schicksalsschläge zu überwinden (Tod der Eltern, sexuelle Belästigung usw.). Zwei Lehrerinnen und Lehrer bilden die so genannte „consulting group“: Sie helfen den Kindern in ihrer Not. Indessen hat sich gezeigt, dass es damit nicht getan ist, sondern auch die Familie einbezogen werden muss. In vielen Fällen liegt die Ursache schlicht im materiellen Elend (kein Geld für die Hausmiete, für Essen und Medikamente etc.). Leider sind der GPS in dieser Hinsicht finanziell die Hände gebunden; immerhin hat sie einen kleinen Fonds für akute und extreme Notfälle.

Wir suchen für dieses Projekt noch dringend Sponsoren.

Weitere Einzelheiten über die Schule können der Schulbeschreibung  von Peter Baumgartner, die er im Oktober 2007 verfasst hat, entnommen werden:

» Schulbericht 2009

Last edit: 2013-08-22 ⊗ 23:04

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